03. Februar 2010
Jetzt geht’s loooos – oder doch nicht? Samsungs erster 3D-Blu-ray-Player, der BC-C6900, war für wenige Stunden bei Amazon.com gelistet, verschwand dann aber wieder in den unerforschten Galaxien des Internets.
Für einen kurzen Augenblick konnte man sich Hoffnungen machen, an Samsungs ersten 3D-Blu-ray-Player zu kommen. Die Betonung liegt auf kurzem Augenblick. Denn so plötzlich, wie er bei Amazon.com gelistet wurde, so plötzlich verschwand er auch wieder, der BC-C6900. Denn nach einigen Stunden Online-Dasein nahm der Internet-Händler den vorbestellbaren Player wieder aus dem Programm. Immerhin konnte man schon einmal einen Blick auf den Preis werfen: 399 Dollar – gar nicht mal so viel! Zumindest scheint es langsam, aber sicher konkret zu werden mit den ersten 3D-Geräten für den Hausgebrauch. Wann wir genau mit den ersten 3D-Playern und -Fernsehern rechnen können, bleibt auch weiterhin das Geheimnis der Hersteller.
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03. Februar 2010
Es war nur eine Frage der Zeit, bis Soundbars mit integriertem Blu-ray-Player auf den Markt kommen. Vorteile: weniger Geräte, weniger Kabelsalat, alles in einem Gehäuse. Samsung, LG und Philips bieten seit Kurzem die ersten Modelle an.
Puristen und High-End-Freaks sind sie ein Dorn im Auge, die All-in-one-Geräte, jene eierlegenden Wollmilchsäue, die alles können. Für Heimkino-Einsteiger, die sich einen ordentlichen Wohnzimmersound ohne Kabelsalat, stundenlange Einmessorgien und horrende Kosten wünschen, sind Soundbars – speziell mit integriertem Blu-ray-Player – nicht nur optisch eine echte Alternative. Das wissen natürlich die Unterhaltungselektronik-Konzerne, die diese Käuferschicht nun auch bedienen. So brachte zum Beispiel LG Ende 2009 mit der Blu-ray-Soundbar HLB54S einen stylish aussehen 4.1-Powerriegel auf den deutschen Markt, der so wenig Kabel wie möglich benötigt. Der zierliche Subwoofer kommuniziert drahtlos mit der Soundbar, und per WLAN zieht sich der eingebaute Player ebenfalls drahtlos seine BD-Live-Daten aus dem Internet. Somit fällt neben dem obligatorischen Netzkabel nur noch ein HDMI-Kabel an, das Soundbar und Fernseher verbindet. Der empfohlene Listenpreis von 900 Euro wird bereits deutlich unterboten, im Internet konnten wir bereits Angebote von knapp 600 Euro beobachten.
Aber auch der südkoreanische Unterhaltungsriese Samsung mischt mit einem System mit, das Blu-ray-Player und 2.1-Soundsystem in einem Gerät vereint: mit dem HT-BD8200. Auch hier erfolgt die Subwoofer-Anbindung drahtlos, BD-Live-Zusatzinhalte kann man sich optional per WLAN aus dem WWW saugen, wenn man die drahtgebundene Variante umgehen möchte. Auch hier wird der Listenpreis von 999 Euro bereits deutlich unterschritten – wir haben die schicke Player-Soundbar schon für rund 700 Euro entdeckt. Auch Philips hat mittlerweile eine Soundbar mit integriertem Blu-ray-Player am Start: die rund 1.200 teure HTS8160. Auch dort kommunizieren Subwoofer und Soundbar kabellos miteinander.
Klangwunder sollte man von diesen Soundbars allerdings nicht erwarten: Sie simulieren zwar einen anständigen und druckvollen Surroundklang, können aber mit echten 5.1-Systemen nicht mithalten. Dafür sparen sie Platz, Kabel und Zeit – und schick sehen sie auch noch aus. Ein Special über herkömmliche Soundbars finden Sie hier.
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03. Februar 2010
Immer mehr 3D-Filme kommen in die Kinos, und auch die Hersteller von Unterhaltungselektronik versprechen sich durch 3D-Geräte im Heimkino deutliche Zuwächse. Die Frage ist bloß: Wird sich 3D im Heimkino tatsächlich auch durchsetzen?
„Ich möchte gar keine 3D-Filme zu Hause anschauen“, schreibt ein Unser im Forum einer Blu-Ray-Webseite. „Zweidimensionale Filme reichen mir vollkommen aus, außerdem ist 3D ganz schön anstrengend für die Augen.“ Eine Minderheitenmeinung? Jein! Natürlich sind viele Leute nach 3D-Kinoerlebnissen wie „Avatar“ oder „Oben“ scharf auf weitere 3D-Erlebnisse. Doch sind sie auch dazu bereit, im Laufe des Jahres 2010 viel Geld ins Heimkino zu investieren und dieses auf den neuesten 3D-Stand zu bringen? Schafft sich jemand, der 2008 oder 2009 gut 2.000 Euro für einen 50-Zoll-Panasonic-Plasma hingeblättert hat, nur ein Jahr oder zwei Jahre später bereits den nächsten neuen Fernseher an, um 3D genießen zu können? Antwort: wohl kaum. Gut, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber Otto Normalheimcineast mit einem durchschnittlichen Einkommen wird ein paar Jährchen warten, bis die nächste Glotze fällig ist.
Es wird auch viel davon abhängen, wie teuer die neuen 3D-Blu-ray-Player und -Fernseher sein werden: Bewegen sie sich preislich einigermaßen im Rahmen herkömmlicher Geräte, stehen die Chancen für einen schnellen Durchbruch im Wohnzimmer gut. Müssen die Verbraucher hingegen ein Vielfaches auf den Tisch blättern, wird es zäh. Leider halten sich Hersteller wie Panasonic, LG, Samsung und Sony, die ins 3D-Geschäft einsteigen werden, noch bedeckt, was die Preise der im Laufe des Jahres 2010 erscheinenden Player und Fernseher betrifft. Deshalb möchten wir auch an dieser Stelle noch keine Prognose wagen. LG ist optimistisch und kündigte bereits an, in diesem Jahr mindestens 400.000 3D-Fernseher verkaufen zu wollen
Fakt ist aber auch: Nicht jeder Cineast steht ohne Wenn und Aber auf 3D – auf die Meinung, es sei auf Dauer zu anstrengend für die Augen, trifft man immer wieder. So toll „Avatar“ im Kino auch war: Auch der Autor dieser Zeilen musst hin und wieder die Brille abnehmen und kurz an die Decke starren, um die Augen zu entlasten. Und: Vielleicht reicht es den Menschen ja auch, 3D gelegentlich im Kino zu genießen, sodass der Konsum in den eigenen vier Wänden gar nicht erwünscht ist. 2010 wird ein spannendes Jahr – wir freuen uns darauf, wenn die ersten 3D-Fernseher in unserem Messlabor eintreffen!
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